Ursula Deja Digital Art & Fotografie

Ich bin Fotografin und Digitalkünstlerin für Concept Art & Matte Painting aus Nordrhein-Westfalen. Seit meinem sechzehnten Lebensjahr fotografiere ich. Photoshop entdeckte ich um 2004 herum. Als Autodidakt habe ich begonnen mich mit Digital Painting und Compositing in Photoshop zu beschäftigen. Als ich mich 2006 selbständig machte, stand für mich fest, dass es meine Passion ist. Ich arbeite seitdem weltweit für Verlage, Agenturen, Magazine und Heavy Metal Bands.

Foto: Michael Schünemann

Ich habe verschiedene Quellen, um Inspiration zu finden – schon einfach nur nach Fotoreferenzen zu suchen, kann Inspiration auslösen. Ich bin schon seit sehr vielen Jahren im Netz unterwegs , ich lese viele Bücher - und da stößt man immer wieder auf ganz Erstaunliches! Oft sind es nur ganz kleine Details, die eine Kettenreaktion von Ideen auslösen.

Es gibt so viele aufregende Leute, die großartige Arbeit im Bereich Illustration und Design leisten. Ich folge vielen Künstlern in den sozialen Netzwerken, auch das ist Teil meiner Suche nach Inspiration. Dies gilt auch für Filme, so dass ich sehr oft Miniaturansichten in mein Skizzenbuch zeichne, wenn ich beim Anschauen eines Films ein cooles Keyframe sehe. Dann wird mein Skizzenbuch zu meiner eigenen Inspirationsdatenbank.

Auch Musik hat viel Einfluss auf meine Arbeit. Ich arbeite jedenfalls kaum ohne Musik. Ich liebe viele Arten von Musik, allerdings eher nicht so sehr die Sachen aus den Charts. Die Bandbreite reicht von Metal- und Rockmusik über Blues und Balladen bis zur klassischen Musik. Ich höre Musik, die der Geschwindigkeit, in der ich arbeiten muss, angepasst ist. Wenn vor dem Abgabetermin noch genügend Zeit bleibt, ist es oft ein entspannter, relaxter Sound. Wenn die Deadline allerdings näher rückt, kann meine Musik ziemlich schnell und heftig werden!

Ich weiß nicht, ob ich wirklich einen Stil habe, aber wenn es so wäre würde ich sagen, mein Stil geht in Richtung fotorealistischer Umgebungen mit Tiefe und Liebe zum Detail.

Früher habe ich oft Stockbilder fotografiert. Ich bin sowohl Matte Painter als auch Fotografin. Die Anforderungen an Stockfotografien sind sehr hoch und wenn ich Zeit habe, mache ich immer noch gerne Stockbilder. Ich denke, eine ganze Menge kommerzieller Arbeiten wäre ohne Stockbilder überhaupt nicht möglich – Fotografen, Modells, Ausrüstung, Studios und Reisen in die ganze Welt, nur um ein paar Fotos zu schießen, das wäre alles viel zu teuer; viele Firmen und Einzelunternehmer können sich so etwas gar nicht leisten. Selbst in kreativeren Arbeiten sind Stockbilder unentbehrlich als Mittel zur Vorsatzmalerei, Fotobearbeitung oder einfach nur bei Texturen.

Heute ist meine wichtigste Technik, eigene Fotografien und Skizzen, gesammelte Bilder und Stockfotos zu verwenden, um derartige Ergebnisse zu erzielen. Ich fange am liebsten mit gemalten Skizzen an, um den Prozess zu beschleunigen, verwende Photobashing mit Texturen und Stockmaterial, um dann durch Übermalen eine Mischung zu erzeugen. Stockbilder zu verwenden ist eine Technik wie viele andere. Einige würden stattdessen 3D verwenden.

screenshot: Wie ich ein Matte Painting in Photoshop erstelle.

Ich versuche, Trends so weit wie möglich zu meiden, die meine Arbeit beeinflussen würden. Stille und Einsamkeit sind Dinge, die heutzutage ein Luxus zu sein scheinen und ich genieße es, wenn es ruhig ist. Ich glaube, dass eine visuelle Stille ein sehr starkes Werkzeug in der Illustration ist und ein Gefühl von Weite oder Leere dramatisieren kann. Ein Objekt, das sich in einem stillen oder leeren Raum befindet, kann eine weitaus größere Präsenz haben.

Die größte Herausforderung für mich als Künstler ist es, mich selbst zu managen und mein eigener Kritiker zu sein. Ich arbeite häufig allein, da ist es schwer Kritik oder Bewertungen in der Anfangsphase zu bekommen. So muss ich mich häufig auf meinen eigenen Blick und das eigene kreative Bauchgefühl verlassen können.

 

 

 

© 2006 - 2018 Ursula Deja
Alle Rechte vorbehalten.